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Interview mit REAL TOTAL-Chefredakteur Nils Kern

REAL TOTAL ist das digitale Fachmagazin rund um den spanischen Rekordmeister Real Madrid. Im Interview spricht Chefredakteur Nils Kern über das Leben in Madrid, den gigantischen Medienrummel um den größten Club der Welt und die hoffnungsvollsten Nachwuchstalente aus der Cantera, der Jugendakademie von Real Madrid.

frmclinics.com: Hallo Nils, vielen Dank, dass Du uns für ein paar Fragen zur Verfügung stehst. Kannst Du unseren Lesern kurz erklären, wie es zu REAL TOTAL kam? Wie ist Deine Liebe zu Real Madrid entstanden? Wofür steht für Dich Real Madrid?

Con gusto: Aus einem Forum für Madridistas im Jahre 2000 wurden wir, wie das Internet auch, immer größer und nachdem wir als Realmadrid.de schon täglich viele News boten, beschlossen wir 2013, uns von einer „Von Fans für Fans“-Seite in ein professionelles Fachmagazin umzupositionieren, welches Fans wie Kritikern ALLES über Real Madrid bietet: REAL TOTAL eben. Und da es über keinen anderen Verein ein spezialisiertes Magazin wie uns gibt, zeigt auch das, wie groß der Verein ist. Abseits der vielen Titel und der vielen sozialen Projekte in 115 Jahren, ist für mich Madrid ein Verein, der verbindet. Aus aller Welt! Nicht nur die besten Spieler, sondern auch Fans. Nachdem ich den Verein schon seit 1998 verfolge und es nach der Jahrtausendwende dank Erfolgen in der Champions League, und eines heute noch für mich heiligen Mitbringsels meines Vaters aus Madrid immer mehr wurde, fand ich dank Real viele Freunde – nicht nur in Madrid.

frmclinics.com: Du lebst jetzt in Madrid. Was hat sich für Dich verändert? Wie sieht Dein Tagesablauf aus?

In Madrid zu leben und so nahe an diesem großartigen Verein zu sein, ist einerseits eine große Ehre für mich, aber auch das Ergebnis jahrelanger Arbeit bei REAL TOTAL. 24/7 sind wir für unsere vielen Leser aus Österreich, Deutschland und der Schweiz dran – ohne Ausnahme. Machte ich die Arbeit für REAL TOTAL in den letzten Jahren noch nebenberuflich, bin ich seit Sommer der Chefredakteur. Vollzeit. Und in Madrid. Mein Leben ist also nicht nur durch den Umzug in diese wundervolle Stadt auf den Kopf gestellt worden. Aber nicht nur ich richte meinen Tagesablauf nach dem Verein: Radio-Interview um Mitternacht, Pressekonferenz um 11 Uhr, Vorbereitungsspiel um 4 Uhr – wir sind dabei. 14-16 Stunden am Tag vor dem Computer können anstrengend sein, aber letzten Endes lebe ich auch den Traum vieler Fans – zumal der Klub diesen Aufwand durch Akkreditierungen wertschätzt.

frmclinics.com: Du gehörst ja zur schreibenden Zunft. Es wird außerhalb von Spanien vom großen Mediendruck auf Real Madrid geschrieben. Kannst Du das bestätigen?

Wo wird nicht behauptet, der Druck sei groß? Aber in Madrid, madre mía… Hat man nicht nur in AS und MARCA zwei kritische Sport-Tageszeitungen, die jeden Tag (!) Seiten füllen müssen und den Trainer auf jeder PK „nerven“, müssen auch die Spieler eine Menge aushalten. Spielt Spieler A und B nicht, wird gemeckert – umgedreht genauso. Real Madrid ist ein gigantischer Kuchen und jedes Medium aus der Welt, selbst Arabien, China oder Mexiko, will ein Stück haben, daher schützt der Klub auch seine Spieler und man kommt kaum an sie ran – zurecht. Öffentliche Trainings? Undenkbar. Bei einem so polarisierenden Klub wird einfach überall genauer hingesehen, sei es eine langweilige Busfahrt oder wer wem in sozialen Netzwerken folgt. Fans waren da eher froh, dass es die letzte Zeit (Sperre im Wintertransferfenster, kein Umbruch nach dem CL-Sieg im Sommer) ruhiger war, ohne die ständig wieder aufgewärmten „Benzema zu Arsenal/Ronaldo zu United?“- oder „Lewandowksi/Falcao/Agüero zu Real?“-Gerüchte.

frmclinics.com: Kommen wir zum Sportlichen: Wie siehst Du den bisherigen Saisonverlauf? Was erwartest Du am Ende?

Rein von den Ergebnissen war ich bisher zufrieden: 27 Siege und nur drei Niederlagen aus 40 Spielen sind gut, auch wenn man die Tabellenführung gerade abgeben musste, aber man hat ja noch ein Nachholspiel, den Clásico und so weiter. Erleichtert sind wir bei REAL TOTAL, dass im Gegensatz zu letzten Jahren auch in „Drecksspielen“ gepunktet wird und dass dies bei den größten Liga-Konkurrenten nicht immer der Fall ist. Zwar ließ man es im Meisterschaftsrennen zuletzt etwas an Kontinuität vermissen, aber auch wenn Madrid durch das Nachholspiel wieder zwei Punkte Vorsprung haben könnte, ist noch nichts entschieden. Diese Liga hat man auch schon trotz 92 Punkten verloren (10/11 und 14/15). Und die CL? Los-Sache! Dennoch: Ich gehe fest von einem Titel aus – zwei wären ein Traum!

frmclinics.com: Kurzer Ausflug in die Historie: Was waren Deine größten Real Madrid Momente? Wer ist Dein Lieblingsspieler (aktuell/Vergangenheit)?

Bis heute hat sich Zidanes Traumtor im CL-Finale 2002 auf meine Netzhaut eingebrannt, das erkennt man an dem vielen Weiß um die Pupille. Unvergessen bleibt aber vor allem die „epische“ Saison 06/07, als man punktgleich vor Barcelona (und nach viiielen Aufholjagden) die Liga gewann. Und dass ich 2014 beim Public Viewing im Bernabéu dabei war, werden sich meine zukünftigen Kinder einige Male anhören müssen. Lieblingsspieler? Ich bewundere weniger die Edeltechniker, als die Kämpfer. Pirri beispielsweise, der zwei (!) Endspiele mit Knochenbrüchen absolvierte. 1971 war ich zwar noch nicht mal geplant, aber was Juanito und seine Kollegen in den 80ern schafften, verdient ebenfalls Erwähnung, wie auch Ikonen wie Míchel, Manolo Sanchís oder Álvaro Arbeloa. Ich kaufe meine Trikots zwar nie mit Flocks (weil ich Fan des Vereins, nicht eines Spielers bin), doch würde ich heutzutage wohl Lucas und Nacho als Identifikationsfiguren wählen. Oder Modric, der auch als „Galáctico“ kein Blatt vor den Mund nimmt.

frmclinics.com: Ihr lobt ja den „goldenen Schuh“ für den besten Nachwuchs-Scorer aus. Wie siehst Du die Nachwuchsarbeit? Wer sind die größten Talente in der Cantera?

Puh, wo soll ich anfangen. Richtet sich unser „Goldener Cantera-Schuh“ (wie der Goldene Schuh mit diversen Koeffizienten) auf den besten Nachwuchstorjäger, gibt es natürlich noch Canteranos anderer Positionen, die wir hin und wieder beobachten. Viel Subjektives, doch lässt sich feststellen: Dank des vermutlich besten Trainingsgeländes der Welt, stets neuer Technologien und vielem mehr, darf sich Madrids „la Fábrica“ verdient als der Nachwuchs bezeichnen, mit den meisten Ex-Jugendspielern in Europas Top-Ligen (http://www.realtotal.de/41-spieler-aus-reals-jugend-in-europas-top-ligen-mehr-als-barca/). Und um ein paar Namen zu nennen: Miguel Baeza, Achraf Hakimi, Luca Zidane (ohja), Aleix Febas, Hugo Humanes, Gorka Zabarte und Dani Gómez.

frmclinics.com: Was weißt Du von der Real Madrid Fußballschule? Du bist jetzt ja etwas zu alt, aber wäre das nichts für Dich gewesen?

Als offizieller Partner der Real Madrid Fußballschule würden wir bei REAL TOTAL zwar behaupten, alles zu wissen. Doch bei dem Wachstum der Clinics, fällt es dennoch schwer mitzukommen. Ich bin a) zu alt und war b) zu schlecht, sodass Camps eher eine Geldverschwendung an meine zwei linken Füße gewesen wären, aber geht es bei den Clinics ja auch um soziale Werte, Ernährung, neue Technologien und Trainingsmethoden – also vielleicht hätte der 14-jährige Nils sein Taschengeld doch nicht nur für Computer ausgegeben. Aber: Bei REAL TOTAL erreichen wir auch sehr junge Fans oder eben Väter mit Kids zwischen 7 und 14, und dort hörten wir bisher nichts Negatives, höchstens: „Warum ist kein Camp bei uns in der Nähe“ ;-)

frmclinics.com: Nils, wir danken dir für das interessante Gespräch.

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